Die großen Drei & mehr
Kostbarkeiten der Natur
Nur drei Edelsteine tragen den Titel der „Big Three" — doch die Welt der Edelsteine ist weit größer und faszinierender als Rubin, Smaragd und Saphir allein.
Beryll · Smaragdgrün
Smaragd
Der grüne König der Edelsteine. Natürliche Einschlüsse — das sogenannte „Jardin" — gelten nicht als Makel, sondern als Beweis der Echtheit. Die feinsten Steine stammen aus Kolumbien.
Korund · Tiefrot
Rubin
Feine Rubine übersteigen bei gleicher Größe den Preis von Diamanten. Das Taubenblutrot aus Burma (Myanmar) ist das begehrteste Farbideal — und heute nahezu unerschwinglich.
Korund · Saphirblau
Saphir
Saphire existieren in allen Farben außer Rot. Der Royal Blue aus Kashmir oder Sri Lanka ist das Nonplusultra. Saphire der Marke „Cornflower Blue" erzielen Höchstpreise auf Auktionen.
Quarz · Violett
Amethyst
Jahrtausendelang als Edelstein der Königshäuser verehrt. Bis zur Entdeckung brasilianischer Lagerstätten war er so selten wie Rubin. Heute zugänglicher — doch feiner Deep-Russian-Amethyst bleibt rar.
Zoisit · Violettblau
Tansanit
Erst 1967 entdeckt, nur in einer einzigen Mine am Fuße des Kilimandscharo abgebaut. Geologen schätzen, dass die bekannten Vorkommen in weniger als einer Generation erschöpft sein werden.
Beryll · Goldgelb
Goldberyll
Selten, wenig bekannt, außergewöhnlich schön. Auch als Heliodor bezeichnet — „Geschenk der Sonne". Feine Stücke in sattem Honiggelb gehören zu den unterschätztesten Sammlerstücken überhaupt.
Die Gemmologie unterteilt Edelsteine nach ihrer mineralogischen Familie: Korunde (Rubin und Saphir), Beryllgruppe (Smaragd, Aquamarin, Goldberyll, Morganit), Turmalingruppe und viele weitere. Was sie alle verbindet: ihre Seltenheit, ihre Schönheit und ihre Dauerhaftigkeit — die drei klassischen Kriterien, nach denen ein Mineral zum Edelstein wird.
Die Herkunft eines Edelsteins beeinflusst seinen Wert erheblich. Ein Rubin aus Burma ist nicht automatisch schöner als einer aus Mosambik — aber sein Ursprung trägt Geschichte und Prestige. Hochwertige Zertifikate renommierter Institute wie GRS, Gübelin oder GIA dokumentieren die Herkunft und sind bei bedeutenden Steinen unverzichtbar.